Themen : Historischer WALDweg Saarwellingen
Auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit
Wegpunkt 4: Ewigkeitsweg
Besiedlung durch die Kelten
Erste Nachweise einer frühen Besiedlung im Bereich von Saarwellingen wurden 1926 bei der Öffnung eines Grabhügels erbracht, den man der Bronzezeit zurechnete. Er befand sich im Kreuzungsbereich Ewigkeitsweg / Bahnhofstraße. Neben Tonscherben fand man auch eine zerbrochene, glatte Armspirale aus Bronze. Nördlich des Forsthauses entdeckte man vier Grabhügel, die 1931 geöffnet wurden und die der Jüngeren Eisenzeit zuzuordnen sind. In dieser Früh-La-Tène-Zeit, ca. 450 bis 250 v. Chr., lebten hier die Kelten. In diesen Gräbern fand man neben einem ziemlich gut erhaltenen eisernen Schwert von 72,5 cm Länge auch Teile handgemachter Schüsseln und einer Flasche sowie Reste eines Messers.
Von 1897 bis 1901 wurde die Primstalbahn von Dillingen über Saarwellingen in Richtung Lebach gebaut. Es entstand ein Bahnhof, der den Namen Bahnhof Nalbach erhielt, aber auf Saarwellinger Bann lag. Neben einer Gastwirtschaft wurden mehrere Wohnhäuser gebaut und es entwickelte sich ein regelrechter Ortsteil mit rund 400 Bewohnern. 1951 wurde der Bahnhof in Bahnhof Saarwellingen-Nalbach umbenannt. Dieser OT Bahnhof wurde mit der Gebietsreform von 1974 gegen den Willen der dortigen Anwohner von Saarwellingen ausgegliedert und der Gemeinde Nalbach zugeschlagen.
Nördlich der Dynamitfabrik entstand nach dem zweiten Weltkrieg das Industriegebiet Dickenwald. Firmen wie BAUKNECHT,
BOLTE oder die Saarbergtechnik siedelten sich hier an. 1953 waren in diesem Industriegebiet ca. 700 Mitarbeiter beschäftigt.
Heute bietet das ca. 31 Hektar große Gelände Arbeitsplätze vom produzierenden Gewerbe über Logistikdienstleister
bis zur Automobilzulieferbranche.

