Themen : Historischer WALDweg Saarwellingen
Auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit
Wegpunkt 10: Römerpark
In den Jahren 58 bis 51 v. Chr. eroberte Julius Cäser Gallien, zu dem auch das Gebiet des heutigen Saarlandes gehörte.
Das Gebiet wurde in mehrere römischen Provinzen aufgeteilt und es entwickelten sich größere Ansiedlungen wie die Städte
Trier (Augusta Treverorum), Metz (Divodurum), Mainz (Mogontiacum) oder Straßburg (Argentoratum). Außerhalb der Städte
entstanden ländliche Siedlungen, Gutshöfe und Villen.
Alles war durch ein Fernstraßen- und Wegenetz untereinander verbunden. Das heutige Pachten war Kreuzungspunkt der Straße
von Straßburg nach Trier bzw. von Metz nach Mainz. Auch durch Saarwellingen führte eine Römerstraße und es gab römische
Ansiedlungen. Davon zeugen jedenfalls Funde von Dachziegelteilen, Keramikscheiben, Münzen und Glas, die auf Saarwellinger
Bann gemacht wurden.
Auf einer Anhöhe in der Flur Wilmersberg beim "Mittleren Weiherkopf" wurde der Standort einer römischen Villa nachgewiesen.
Eine weitere Ansiedlung gab es "Auf der Höh", wo in den 1960er Jahren Bruchstücke von römischen Ziegeln und Sandsteinen gefunden wurden.
Beim Umspannwerk in der Nähe des Industriegebiets Dickenwald stieß man 1953 bei Ausschachtungsarbeiten auf ein römisches Gräberfeld.
In der Nähe vom Primsener Weg wurden bereits 1838 Steine aus einer Römerstraße ausgebrochen, die man zur Pflasterung des Ortes verwendete.
Die Straße lief vermutlich aus Richtung Pachten oder Wallerfangen kommend am heutigen Campus Nobel vorbei, durch den Dickenwald, entlang der Römer- und Wallerfanger Straße in Richtung Tholey.

